Vera Lehndorff, Holger Trülzsch

Biografie

Vera Lehndorff (*1939, Königsberg / Kaliningrad) studierte von 1958 bis 1961 Malerei und Design an der Fachschule für Gestaltung in Hamburg. 1961 zog sie nach Florenz. Dort begann Lehndorffs Modelkarriere. 1966 erfolgte ihr internationaler Durchbruch in Michelangelo Antonionis Kultfilm Blow-up, wonach sie hauptsächlich unter dem Künstlernamen «Veruschka» als Modeikone der 1960er-Jahre bekannt wurde.  Für Franco Rubartellis Film Veruschka, poesia di una donna (1971) experimentierte sie während der Dreharbeiten in Rom (1968) mit Selbstbemalungen. Diese entwickelte sie in eigenständigen Arbeiten sowie gemeinsam mit Holger Trülzsch, den sie 1969 kennenlernte. Seit 2005 lebt und arbeitet Vera Lehndorff in Berlin.

 

Holger Trülzsch (*1939, München) studierte von 1960 bis 1965 Malerei und Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in München. Für seine Arbeiten bedient sich Trülzsch einer grossen Bandbreite künstlerischer Ausdrucksformen: von Malerei und Zeichnung über Fotografie und Film bis hin zu Skulpturen. Als Perkussionist gründete er zudem mit Florian Fricke die elektronische Musikgruppe Popol Vuh, mit der er unter anderem den Soundtrack zu Werner Herzogs Film Aguirre, der Zorn Gottes (1972) einspielte. Das erste Album Affenstunde nahm die Band 1969 in Peterskirchen, Bayern, auf, wo er Vera Lehndorff kennenlernte. Nach längeren Aufenthalten in New York und Paris lebt und arbeitet der Künstler seit 2010 in Berlin.